Zur Verabschiedung von Ortsvorsteher a.D. Thomas Tritsch fanden sich am Buß- und Bettag rund 250 Gäste, darunter zahlreiche Vertreter der örtlichen Vereine, Handwerker, Wirtschaft und der Kirchen, sowie des Ortschaftsrates, der Stadt- und Ortsverwaltung in der Begegnungsstätte ein.

OB Dr. Frank Mentrup ging in seiner Rede nochmals auf die besonderen Umstände der Grötzinger Ortsvorsteherwahl ein und verband dies mit dem Appell, künftig die Wahl des Ortsvorstehers nicht bereits im Vorfeld der Kommunalwahl zum entscheidenden Wahlthema zu machen. Seine sehr politische Sicht der Vorgänge fand wenig Gefallen im Publikum. Die Würdigung des erfolgreichen Engagements von Thomas Tritsch über fast 12 Jahre Arbeit in Grötzingen fand hingegen Zustimmung und löste stehende Ovationen aus.

 Ortschaftsrätin Renate Weingärtner (FDP) bedankte sich im Namen der CDU-Fraktion, der FDP-Fraktion und des Ortschaftsrats Jürgen Schuhmacher, sowie der Grötzinger Bürgerinnen und Bürger beim scheidenden Ortsvorsteher. Sie erwähnte wichtige Erfolge der letzten 12 Jahre und betonte, dass es keinen Stillstand gegeben und Thomas Tritsch Grötzingen mit viel Einsatz und Kreativität vorangebracht habe. Seine Präsenz bei Veranstaltungen und in den Vereinen, seine Kenntnisse der Historie Grötzingens und der Grötzinger Bürgerschaft lasse ihn einem Ur-Grötzinger in nichts nachstehen. Seine Reden hätten immer den Kern getroffen, seien unterhaltsam, wirkungsvoll und pfiffig gewesen. Im Anschluss begrüßte sie auch die neue Ortsvorsteherin Karen Eßrich (SPD) im Amt und wünschte ihr eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Ortschaftsrat.

Thomas Tritsch stellte zum Abschied wieder einmal mehr seinen Humor und sein Redetalent (hier die Rede als pdf-Datei) gekonnt unter Beweis, ohne jedoch sein Licht unter den Scheffel zu stellen:
Mit dem ihm eigenen Humor und dem einen oder anderen Seitenhieb hatte er die Lacher auf seiner Seite. Er ließ aus seiner Sicht die „Berufung“ zum Ortsvorsteher und seine fast 12-jährige Arbeit für Grötzingen Revue passieren. Die demokratischen Vorgänge nach der Kommunalwahl habe er zu akzeptieren. Die unschönen Begleitumstände seiner Abwahl streifte er nur kurz mit einem Zitat seiner Großmutter: „Das macht man nicht!“. Seinen Blick in Richtung Zukunft gewandt wünschte er Grötzingen alles Gute und freue sich auf weitere Begegnungen. Das Publikum zollte ihm im Anschluss mit langanhaltendem Beifall und stehenden Ovationen Respekt.

Die neue Ortsvorsteherin Karen Eßrich (SPD) stellte dann in einer Antrittsrede ihre Visionen bis 2024 vor.

 Für eine Überraschung sorgten nach dem offiziellen Teil die „Munteren Mütter“. Mit dem Schlager „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ sorgten sie für einen fröhlichen Übergang in den anschließenden Empfang.

O-Räte Schuhmacher, Hambsch und Jäger, OV a.D. Tritsch, OR Weingärtner