Die Ortschaftsratsfraktion der CDU ließ sich kompetent über die aktuellen Arbeiten auf dem Grötzinger Schulgelände informieren: Robert Oettinger, Geschäftsführer des mit dem fachgerechten Abbruch beauftragten Unternehmens, führte die Ortschaftsräte über die Baustelle und stand für alle Fragen zur Verfügung. Er erläuterte die notwendigen Schritte für professionelle Trennung der verschiedenen Baustoffe, die jeweils unterschiedlicher Wiederverwertung zugeführt werden. Nur sogenannte Gefahrstoffe wie künstliche Mineralfasern werden nicht verwertet, sondern entsorgt, alles andere wird recycelt und für bestimmte Anwendungen eingesetzt. Auch eine besondere Untersuchung des Baugrunds war notwendig, weil bei alten Foto-Aufnahmen, die Oettinger sich beschafft hat, auf dem Gelände gleich hinter dem Heinrich Dietrich-Bau als ehemaliger Bombenkrater noch auf Reste möglicher Kampfmittel gefahndet werden muss. Es muss erst noch sondiert werden, um von einer Kampfmittelfreiheit auszugehen.

Ortschaftsräte Siegele, Haschka, Orthey, Pepper und Jäger mit Geschäftsführer Oettinge

Die Ortschaftsräte fragten auch ausführlich zum Thema Asbest. Hier konnte dargelegt werden, dass sämtliche asbesthaltigen Baustoffe bereits ausgebaut und fachgerecht entsorgt wurden. Bei den jetzt noch in den einzelnen Betonteilen enthaltenen Asbestresten besteht keine Gefährdung, da diese im Beton gebunden sind und daraus nicht lösbar sind. Dies wurde im Vorfeld zu den eigentlichen Abbrucharbeiten gemacht, hierauf hat die Firma Oettinger keinen Einfluss, geht aber davon aus, dass alles ordnungsgemäß erfolgte.

Ortschaftsrat Daniel Siegele interessierte sich insbesondere fürdie Logistik: der Abtransport der LKW-Ladungen ist eine große Herausforderung, teilweise müssen die Stoffe jeweils erst noch zwischengelagert werden, damit erst die Beprobung durchgeführt werden kann, die das weitere Verfahren bestimmt. Dazu müssen ausreichend Lagerstellen zur Verfügung gestellt werden, findet er.

Auch als Elternvertreterin will ORin Veronika Pepper wissen, wie lange die Abbrucharbeiten geplant sind. Voraussichtlich werde dies auch den Oktober noch andauern, erläutert Oettinger. Die Baustelle wird aber pro fessionell abgesichert, damit kein Kind gefährdet werden kann. Der Zugang zum Schulhof ist für die Kinder nur noch über die Augustenburgstraße und die Kirchstraße möglich. Das ehemalige „Glasgebäude“ wird mit einem Bauzaun gesichert, der Versorgung der Baustelle erfolgt nicht über den Schulhof, sondern von der Kampmann- bzw. Staigstraße aus. Dass allerdings keine Lärmbelastung auch in den ersten Wochen des Unterrichts entsteht, kann er nicht versprechen. Die Arbeitszeiten sind nicht extra verlängert, sie dauern jeweils von 7 bis 17 Uhr, auch an Samstagen wird gearbeitet.

Christiane Jäger dankt im Namen der Fraktion für diesen ausführlichen und informativen Rundgang. Für Grötzingen hat die Baustelle an der Schule eine herausragende Bedeutung, deshalb freut sie sich auch, dass lokale Unternehmen hier ihre Fachkompetenz unter Beweis stellen können. Für die spannende Zeit der Baustelle wünscht sie schon jetzt der Schule viel Geduld, aber auch Freude an dieser Entwicklung, da in nun absehbarer Zeit ein zukunftsweisendes Gebäude entstehen wird. Die Unterstützung der Fraktion im Ortschaftsrat für alle Belange der Schule sagt sie jetzt bereits zu.