Ka-Grötzingen, Februar 2018 (AMF). Zum traditionellen Heringsessen der CDU Grötzingen am Aschermittwoch begrüßte der Vorsitzende Siegfried Schönberger neben zahlreichen Mitgliedern auch viele interessierte Gäste im Nebenraum des Grezzo. Als Referenten konnte der CDU-Vorstand den langjährigen Karlsruher Stadtrat und stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Thorsten Ehlgötz gewinnen. Topthemen des Abends waren die finanzielle Situation der Stadt Karlsruhe, der geplante Moscheeneubau sowie die zweite Rheinbrücke. Hierzu gab Thorsten Ehlgötz detaillierte Überblicke zum Status Quo und zu den Standpunkten der CDU-Gemeinderatsfraktion.

Stadtrat Thorsten Ehlgötz

 

Finanztechnisch betrachtet ist Karlsruhe eine relativ gesunde Stadt, die Gewerbesteuereinnahmen sind stabil. Allerdings gibt es an den öffentlichen Gebäuden (Schulen etc.) einen großen Investitionsstau, der sukzessive abgebaut werden muss. Ziel der Wirtschaftsbürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz ist eine gesunde und maßvolle Finanzpolitik für die nächsten Generationen.

Ein Aufregerthema ist der geplante Neubau der Ditib-Moschee mit einem 35 Meter hohen Minarett in der Karlsruher Oststadt. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass das Rathaus eine Bedrohung des sozialen Friedens in Karlsruhe in Kauf nimmt, indem es ohne ausreichende Informationspolitik und ohne Dialog mit den Karlsruher Bürgerinnen und Bürgern für vollendete (Bau-)Tatsachen sorgt.

Auch das Wirrwarr um die geplante zweite Rheinbrücke will kein Ende nehmen. Die Politik des Karlsruher OBs ist für die CDU-Fraktion nicht mehr nachvollziehbar. Vom Bund bereits bereit gestellte finanzielle Mittel zum Neubau werden nicht abgerufen, stattdessen reicht die Stadt eine Klage gegen das Projekt ein. Nicht nur die CDU-Fraktion, auch namhafte Vertreter des Landkreises Karlsruhe, der Südpfalz sowie der Regionalverband befürworten und fordern die zweite Rheinbrücke seit Jahren.

Vielfach angesprochen wurde beim Heringsessen das Verhalten einer großen Anzahl von Jugendlichen beim traditionellen Grötzinger Narrensprung. Betrunkene Jugendliche, die in völlig überfüllten Straßenbahnen während der An- und Abreisezeiten randalieren und pöbeln konnten, ohne dass Alkohol- oder sonstige Kontrollen stattfanden, verängstigten die übrigen Fahrgäste in starkem Maße. Im Gebiet rund um den Niddaplatz herrschten während der Umzugszeit teilweise erschreckende Zustände. Hier wurde lebhaft die Frage diskutiert, wie die Ortsverwaltung, die Stadtverwaltung und die KVV gemeinsam mit dem Veranstalter, den Hottscheck Hexen, für die Zukunft eine Lösung finden, um derartige Eskalationen zu verhindern. Herr Ehlgötz nahm die Angelegenheit sehr ernst und hat zwischenzeitlich bereits Kontakt mit der Geschäftsführung der KVV aufgenommen.

 

 

 

 

Ein weiteres Thema war die sich nach der Schließung der Durlacher Paracelsus-Klinik drohende medizinische Versorgungslücke im Karlsruher Osten und den Höhenstadtteilen. Auch hier hat Thorsten Ehlgötz zwischenzeitlich einen Brief an den Karlsruher OB geschrieben, mit der Bitte um Information und Aufklärung, wie es weitergehen soll.